Der Wechsel von der Insta360 X5 zur X6 lohnt sich vor allem dann, wenn du oft bei wenig Licht filmst, ein komfortableres Display möchtest oder eine bessere Bildqualität nach dem Reframing suchst. Nach drei Wochen mit der X6 zeigt sich genau hier der wahre Unterschied. Bei Tageslicht bleibt die X5 eine sehr gute 360°-Kamera. Die X6 ist jedoch angenehmer in der Bedienung und souveräner, wenn die Bedingungen schwierig werden.
EinführungsangebotInsta360 X6: die logische Wahl, wenn du oft in 360° filmst
Sauberere Aufnahmen bei wenig Licht, ein größeres Display und Funktionen, die den richtigen Moment festhalten – selbst wenn die Action schnell ist.
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| Vergleichspunkt | Insta360 X5 | Insta360 X6 |
|---|---|---|
| Maximales 360°-Video | 8K bei 30 fps | 8K bei 50 fps |
| Low-Light | PureVideo 1.0 | PureVideo 2.0, saubereres Ergebnis in meinem Test |
| Einzelobjektiv-Modus | Action-Modus bis zu 4K120 | Bis zu 5K60 oder 4K120 |
| Bildschirm | Kleinerer Touchscreen | 2,32 Zoll OLED, bis zu 1.200 Nits angekündigt |
| Interner Speicher | – | 64 GB, davon ca. 47 GB nutzbar angekündigt |
| Wasserdichtigkeit ohne Gehäuse | 15 m | 20 m |
| Batterie | 2.400 mAh | 2.600 mAh |
| Objektive | Austauschbar | Replaceable Lens 2.0 |
Diese Tabelle zeigt den Trend, aber sie erzählt nicht alles. Die X6 ändert nichts an der Philosophie der 360°-Kamera. Man filmt immer noch alles um sich herum und wählt den Bildausschnitt erst beim Schnitt. Sie macht dieses Prinzip jedoch einfacher nutzbar. Das wird besonders abends, in der App und bei langen Ausflügen deutlich.

360°-Videoqualität: Die X6 bietet mehr Reserven
Ich habe beide Kameras in 360° bei 8K und 30 Bildern pro Sekunde verglichen. Diese Wahl war bewusst: So lassen sich beide Modelle auf Augenhöhe vergleichen. Bei hellem Licht liefert die X5 bereits ein sehr überzeugendes Bild. Sie ist nach wie vor absolut in der Lage, saubere Aufnahmen für YouTube, ein Reel oder eine Urlaubserinnerung zu liefern.
Die X6 liefert jedoch ein Bild, das nach dem Reframing schärfer wirkt. Das ist bei einer 360°-Kamera wichtig: Das fertige Video nutzt nur einen Teil dessen, was die Kamera aufgezeichnet hat. Je detaillierter die Ausgangsdatei ist, desto enger kann man den Ausschnitt wählen, ohne dass das Bild einbricht. Die Möglichkeit, in 8K mit 50 fps zu filmen, bietet zudem mehr Flexibilität bei schnellen Szenen.

Die echte Weiterentwicklung: Video bei schwachem Licht
Das ist der Bereich, der für mich am meisten zählte. Ich habe bis zur Dunkelheit gewartet, um beide Kameras in 360° und im Einzelobjektiv-Modus mit aktiviertem PureVideo zu testen. Die X5 nutzt PureVideo 1.0. Die X6 wechselt zu PureVideo 2.0. Das Ergebnis ist keine Zauberei, aber der Unterschied ist deutlich: Die X6 zeigt weniger Bildrauschen und bewahrt wichtige Details besser.
Um eine beleuchtete Straße, einen langen Sonnenuntergang oder eine Innenraumszene zu filmen, ist die X6 daher verlässlicher. Sie ersetzt keine große Kamera in einem fast schwarzen Raum. Sie vermeidet jedoch häufiger den körnigen Look, der einen dazu zwingt, auf eine Aufnahme zu verzichten. Wenn du hauptsächlich tagsüber drehst, rechtfertigt dieser Punkt allein nicht unbedingt den Austausch der X5. Wenn du regelmäßig in der Dämmerung filmst, kann er den Ausschlag geben.
Einzelobjektiv-Modus: Etwas mehr Freiheit bei der X6
Beide Kameras können wie klassische Action-Cams mit nur einer Linse verwendet werden. Ich habe diesen Modus in 4K bei 30 Bildern pro Sekunde getestet. Die X6 bietet zusätzlich einen Modus bis zu 5K bei 60 fps sowie 4K bei 120 fps. Das bietet eine zusätzliche Option, wenn man eine direkte Aufnahme möchte, ohne den Umweg über das 360°-Reframing zu gehen.
In der Praxis würde ich 360° für Touren beibehalten, bei denen man alles einfangen muss, zum Beispiel beim Radfahren oder auf Reisen. Der Einzelobjektiv-Modus macht mehr Sinn, wenn der Bildausschnitt klar ist und man beim Schnitt Zeit sparen will. Die X6 verändert also nicht die Nutzung, macht aber beide Ansätze in einem Gehäuse stimmiger.

Audio und Wind: Eine Verbesserung, die man hört
Für das Audio habe ich die Windgeräuschreduzierung der X5 auf „stark“ gestellt und bei der X6 die automatische Reduzierung arbeiten lassen. Während des Tests wehte ein wenig Wind. Die Stimme kommt bei der X6 besser zur Geltung und das Rauschen dominiert weniger. Das ist eine nützliche Verbesserung für spontane Aufnahmen.
Man muss jedoch realistisch bleiben. Kein integriertes Mikrofon ersetzt ein Funkmikrofon bei einem wichtigen Vlog oder Interview. Beide Modelle können mit dem Insta360 Mic Pro ergänzt werden. Die X6 kann sogar zwei kompatible Sender verwalten, was für Duos praktisch ist.
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Display, Speicher und Akku: Die kleinen Gewinne, die zählen
Auf den ersten Blick mag das größere Display nebensächlich erscheinen. Doch es ist eines der Dinge, die mir sofort aufgefallen sind. Das 2,32 Zoll OLED-Display der X6 macht die Menüs lesbarer und die Navigation schneller. Wenn man zwischen den Aufnahmen oft den Modus wechselt, spart dieser Komfort Zeit.
Die X6 verfügt außerdem über 64 GB internen Speicher. Insta360 gibt an, dass etwa 47 GB tatsächlich nutzbar sind. Das reicht als Notlösung, aber nicht, um einen ganzen Tag in 8K zu filmen. Eine schnelle microSD bleibt unverzichtbar. Der Akku steigt auf 2.600 mAh und Insta360 kündigt bis zu 140 Minuten in 8K30 an. Wie immer hängt die tatsächliche Laufzeit von Kälte, Display, WLAN und dem gewählten Modus ab.

Solltest du deine Insta360 X5 durch eine X6 ersetzen?
- Ja, wenn du oft nachts oder in der Dämmerung filmst. PureVideo 2.0 ist die sichtbarste Änderung.
- Ja, wenn du deine Videos viel reframst. Die zusätzliche Detailreserve hilft, ein sauberes Bild zu bewahren.
- Ja, wenn du die Kamera jede Woche benutzt. Display, Speicher und Audio machen den Alltag komfortabler.
- Nicht unbedingt, wenn dich deine X5 bei Tageslicht bereits zufriedenstellt. Sie bleibt exzellent und ihr Prinzip der austauschbaren Objektive ist ein echter Vorteil.
- Nicht unbedingt, wenn du nur eine klassische Action-Cam suchst. Eine Ace Pro oder eine GoPro ist manchmal einfacher und günstiger.
Die X6 ist ein überzeugendes Upgrade, keine Revolution, die die X5 veraltet erscheinen lässt. Sie gewinnt vor allem an Qualität bei wenig Licht, an Video-Flexibilität und an Bedienkomfort. Das ist genau das, was man von einer gut durchdachten neuen Generation erwartet.
Um tiefer einzusteigen, kannst du auch unseren vollständigen Testbericht zur Insta360 X6, unseren Leitfaden zur Wahl einer microSD-Karte für eine 360°-Kamera und unseren Vergleich DJI Osmo 360 vs. Insta360 X5 lesen.
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Besonders interessant wird sie, wenn deine Videos nicht bei Tageslicht enden: Reisen, Radfahren, Abendtouren, Motorradfahrten oder Innenaufnahmen.
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Filmt die X6 bei Tageslicht besser als die X5?
Ja, vor allem nach dem Reframing. Die X5 ist jedoch in 8K30 bereits sehr stark. Der am einfachsten zu erkennende Unterschied tritt bei abnehmendem Licht auf.
Ist die X5 immer noch ein guter Kauf?
Ja. Wenn du hauptsächlich tagsüber filmst und ein gutes Angebot findest, bleibt die X5 eine sehr komplette 360°-Kamera. Die X6 ist vor allem die ausgereifteste Wahl für den regelmäßigen Gebrauch.
Sind die Objektive der X6 austauschbar?
Ja. Insta360 behält dieses Prinzip mit dem Replaceable Lens 2.0 System bei. Das ist wertvoll bei einer Kamera, deren Linsen zwangsläufig exponiert sind.





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